Beten ohne Stress: Das Bonbonglas als einfache Gebetsidee für den Alltag

Beten ohne Stress: Das Bonbonglas als einfache Gebetsidee für den Alltag

Beten ohne Stress: Das Bonbonglas als einfache Gebetsidee für den Alltag

Für alle, deren Gebetsliste immer länger wird – und das Herz dabei unruhig


Wenn das „Alles“ zu viel wird

Kennst du das auch?
Du liest eine Bibelstelle, die dich tief berührt, und denkst: Dafür muss ich unbedingt beten.

Und während du noch darüber nachdenkst, kommen schon die nächsten Anliegen dazu:

  • Das Kind, das gerade Stress in der Schule hat.
  • Die eigenen Eltern, die mit jedem Jahr mehr Unterstützung brauchen.
  • Das Patenkind, für das du Verantwortung trägst.
  • Der Arbeitsplatz, der gerade so fordernd ist.
  • Die verärgerte Nachbarin.
  • Der traurige Opa von gegenüber.

Und dann sind da noch die großen Themen: Weltfrieden. Dürre. Politik.
Und die Freundin, die am Telefon sagt: „Gell, du betest für mich.“

Mit allem sollen wir uns an Gott wenden. Ja, das stimmt.
Aber was ist, wenn dieses Alles plötzlich zu viel wird?

Wenn die Gebetsliste immer länger wird – 
und das Beten leiser wird. Mechanischer. Pflichterfüllter.

Gerade gewissenhafte Menschen geraten hier schnell an einen Punkt, an dem sie innerlich zur „Martha“ werden –
und das ausgerechnet im Gebet. Mental load – sogar im geistlichen Leben!

Dabei lädt Jesus uns genau dann ein, uns zu seinen Füßen zu setzen und einfach bei ihm zu sein.


Wie Jesus gebetet hat

Ein Blick auf Jesus zeigt etwas Entlastendes:

Er hat sich Menschen einzeln zugewendet.
Er hat immer wieder die Stille gesucht – oft auf einem Berg, fern vom Trubel.
Und wenn er gebetet hat, dann mit ganzer Aufmerksamkeit für das, was gerade dran war.

Das nimmt Druck heraus.

Denn wenn wir ehrlich sind:
Wollten wir für alles beten, was uns anvertraut ist, würde ein Tag mit 24 Stunden kaum ausreichen.
Und unser Leben besteht ja nicht nur aus Gebet – sondern auch aus Familie, Arbeit und Alltag.

Vielleicht geht es gar nicht darum, alles gleichzeitig vor Gott zu bringen.
Sondern darum, mit Herz, Verstand und Freude zu beten – und dabei innerlich ruhig zu bleiben.


Eine einfache Idee: Beten mit dem Bonbonglas

Eine kleine, ganz praktische Hilfe kann das Bonbonglas sein.


Schreiben – jedem Anliegen einen Platz geben

Nimm dir kleine Zettel und schreibe jedes Anliegen einzeln auf:

  • eine Überschrift
  • das Datum
  • ein paar Stichworte

Zum Beispiel:

Mutter – 1.4.26
Hat zunehmend Schmerzen im Knie und möchte nicht zum Arzt gehen.

Kind – 1.4.26
Kinderarzt sagt, Sprachentwicklung ist nicht altersgerecht.

Job – 1.4.26
Viele Überstunden wegen kranker Kollegin.

So bekommt jedes einzelne Anliegen seinen Platz..


Aufbewahren – loslassen dürfen

Alle Zettel kommen gefaltet in ein schönes Glas.

Vielleicht stellst du es an einen Ort, der dir gut tut.
Ein Platz, der dich daran erinnert: Hier ist alles gut aufgehoben.

Wenn dir im Alltag etwas einfällt, wofür du beten möchtest, schreibst du es einfach auf und legst es dazu.

Du musst es nicht festhalten.
Du darfst es abgeben.


Wählen – nur ein Anliegen für jetzt

Dann ziehst du einen Zettel – bewusst oder ganz zufällig.

Und genau für dieses eine Anliegen betest du.
Nach Möglichkeit täglich.

Nicht für alles gleichzeitig.
Nur für dieses eine.

Vielleicht hilft dir der Gedanke:

PUSH – Pray until something happens.
Bete so lange für genau diese eine Sache, bis du spürst- jetzt ist es genug. 

Du kannst Bibelverse dazuschreiben, die dazu passen und dir gut tun..
Und festhalten, wenn sich etwas verändert.


Ohne schlechtes Gewissen

Die anderen Anliegen sind nicht vergessen.
Sie sind im Glas. Gott kennt dein Herz und kümmert sich in der Zwischenzeit. Sei ganz beruhigt.

Und das darf dich entlasten.

Du musst nicht alles gleichzeitig tragen.
Du darfst dich entlastend fokussieren – ohne schlechtes Gewissen.


Neu wählen – wenn es dran ist

Wenn du spürst: Jetzt ist es gut.
Oder sich etwas verändert hat.

Dann ziehst du einen neuen Zettel.

Ganz entspannt.
Ganz ohne Druck.


Ein liebevoller Blick zurück

Einmal im Monat kannst du dir Zeit nehmen, alle Zettel anzuschauen.

Mit einer einfachen Frage:
Was hat sich verändert?

Oft geschieht mehr, als wir denken.

Manche Dinge lösen sich, während wir für etwas ganz anderes beten.
Manches kommt in Bewegung, ohne dass wir es sofort merken.

Vielleicht streiten Geschwister plötzlich weniger.
Oder eine angespannte Situation lockert sich langsam.

Und manchmal merken wir:
Hier ist Dank dran. Das Problem ist gar nicht mehr da, Gott sei Dank!

Oder ein Anliegen hat sich verändert. Ist klarer geworden.
Oder ein Bibelvers passt jetzt plötzlich genau hinein.


Beten darf wieder leicht werden

Das Bonbonglas ist kein System, das man perfekt machen muss.
Es ist eine Einladung.

Eine Einladung, nicht alles gleichzeitig festhalten zu müssen.
Eine Einladung, wieder mit Ruhe zu beten.

Denn Gebet ist keine To-do-Liste.
Es ist Beziehung.

Und manchmal beginnt etwas Neues genau dort,
wo wir uns erlauben, klein anzufangen. Und weniger, aber mit ganzem Herzen tun.


Ein kleiner Schritt für dich

Vielleicht stellst du dir heute ein Glas bereit. An einem schönen Platz.

Nicht perfekt. Einfach das nächstbeste.

Schreib ein erstes Anliegen auf. Und wenn dich mehr beschäftigt, dann gerne auch mehr. 
Leg es hinein.

Und dann zieh einen Zettel.

Mehr nicht.

Und vielleicht merkst du:
Das reicht für heute. 🤍

Wenn dir die Idee gefällt, schreib mir davon.
Teile deine Erfahrungen.
Ich freu mich darauf, von dir zu lesen.

Kontakt

Barbara Wehrstein
Brucknerstr. 17
64347 Griesheim

E-Mail: bw@frauen-mit-profil.de

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